Human Factors Training Coaching

Training zu mentaler Gesundheit


Achtsam sein für mentale Belastungen!

Psychische Störungen sind – an Land wie auf See – ein Tabuthema, das mindestens ebenso totgeschwiegen wird wie Suizidalität. Sie jedoch zu ignorieren, zu verharmlosen oder gar zu stigmatisieren ist unprofessionell und letztlich gefährlich für das Gesamtsystem. Deshalb sollten die Verantwortlichen auch hierfür sensibel und wachsam sein, ggf. aktiv werden. Das Training Psychische Gesundheit auf See bietet Basiswissen und einen First Aid Kit für Personen in Schnittstellen der Crew. 

Seeleute sind hart im Nehmen. Sie zeichnen sich aus durch besondere Willensstärke und Resilienz. Ihnen kann nicht so schnell etwas anhaben. So das Klischee, das von Seefahrenden gleichermaßen wie von Personen außerhalb des Systems geprägt und fortgeschrieben wird. Sieht man sich aber einige Untersuchen hierzu an oder unterhält sich mit Schiffsärzten und Personalverantwortlichen, dann zeichnet ein anderes Bild. Seefahrende leiden natürlich genauso unter ihren Arbeitsbelastungen. Und diese sind ja nicht gering. Lange Abwesenheit und Trennung von der Familie, Zeitverschiebung, 24-7 Bereitschaft, andauernde Geräuschbelastung sind nur einige der speziellen Arbeitsbedingungen, die der Psyche zusetzen können.

Jedes Jahr leiden statistisch über 33% der Bevölkerung an psychischen Störungen.

Teamleader, Verantwortliche, an sich jede und jeder einzelne sollte sich bewusst machen, dass psychische Erkrankungen an Bord eines Schiffes ebenso wie an Land auftreten können und man deshalb auf seine Kolleginnen und Kollegen ebenso achten sollte wie ggf. auf Passagiere. Das ZHFH vertritt deshalb die Auffassung: In jeder Crew sollte es spezifisch geschultes Personal geben, das hierfür zumindest das nötige Sensorium hat, über Basiswissen zur menschlichen Psyche und einen Überblick über mögliche psychische Störungen verfügt und über die Kompetenz, die notwendigen Erstmaßnahmen einzuleiten. Die jeweiligen Mitarbeiter sollten das Spektrum möglicher Erkrankungen kennen, die wichtigsten Symptome, auch begünstigenden Faktoren. Ein klares Bewusstsein für diese eventuellen Störungen minimiert die allgemeinen Risiken. Und es schafft zudem eine Atmosphäre, in der über solche Dinge „normal“ gesprochen werden kann. Denn psychische Erkrankungen sind ebenso normal wie eine Grippe oder eine Blinddarmentzündung. 

Spezifische Belastungen von Seefahrenden

  • lange Abwesenheit / Heimweh
  • Trennung von Familie / Partner / Freunde
  • Unregelmäßige Schlafzyklen / 24-7 Bereitschaft / Fatigue
  • Klimatische Veränderungen / Zeitverschiebung
  • Monotonie – “Welcher Tag ist heute?“
  • Mangelnde Freizeitbeschäftigung
  • Arbeits- und Lebensraum sind nicht getrennt
  • Eingesperrt / Landgang oft nicht möglich 

Bei so speziellen Belastungen ist es um so wichtiger, präventiv vorzugehen, Inseln und Möglichkeiten für Erholung zu schaffen. Sehen Sie sich um auf Ihrem Schiff, in ihrer Arbeitsumgebung. Was könnte für Entlastung sorgen?

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