Ressourcen (mentale)

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1) Allgemeine Psycholgie: Gesamtheit der einer Person zur Verfügung stehenden, von ihr nutzbaren schützenden und fördernden Kompetenzen und äußeren Handlungsmöglichkeiten, aller Komponenten der Beanspruchungsoptimierung, Bewältigungsstrategien, die es der Person ermöglichen, Situationen zu beeinflussen und subjektiv unangenehme Einflüsse zu reduzieren. Dazu zählen:

  • Innere (=individuelle, subjektive, personale) physische und psychische Ressourcen
  • Äußere (=externe, objektive) physikalische, materielle, biologische, ökologische, soziale, institutionelle, kulturelle, organisationale etc. Ressourcen.

2) Neurolinguistisches Programmieren: Alle nutzbaren Energien, die zur Zielerreichung eingesetzt werden können und auf der Ebene des Verhaltens, der Fähigkeiten („Stärken“, Strategien), der Einstellungen und Glaubenssätze sowie der Identität angesiedelt sind.

Belastungs-Beanspruchung-Modell

3) Ressourcen als Bezeichnung für Coping-Ressourcen: Gesamtheit jener Potentiale, die Personen in der Auseinandersetzung mit Krisen und Belastungen zu aktivieren vermögen. Durch Formulierung von Belastungs-Bewältigungs-Modellen in der psychologischen Stressforschung hat auch in der Psychologie der Ressourcen-Begriff an Bedeutung gewonnen. Die Orientierung an Ressourcen hat einen praxisrelevanten Perspektivenwechsel ermöglicht, die von einer defizit- bzw. krankheitsorientierten hin zu einer salutogenetischen Interpretation gewechselt hat. Letztere fragt danach, über welche Ressourcen eine Person verfügen muß, um spezifische Probleme bewältigen zu können, und wie diese Bewältigungspotentiale gestärkt werden könnten. Die psychologische Belastungs-Bewältigungs-Forschung unterscheidet vor allem materielle, soziale und psychische Ressourcen. Materielle Ressourcen sind ökonomische Mittel, auf die eine Person zurückgreifen kann, um Hilfe oder Entlastung zu schaffen. Soziale Ressourcen bilden die Beziehungen, in die Subjekte eingebunden sind, und aus denen sie kognitive, vor allem auch emotionale Unterstützung bei der Bewältigung spezifischer Probleme ziehen. Psychische Ressourcen umfassen spezifische individuelle Handlungskompetenzen; zudem innere Steuerungsfähigkeiten wie Frustrations- und Ambiguitätstoleranz, Selbstwert oder Beanspruchungsniveaus.

Eine psychische Beanspruchung ist die unmittelbare, momentane Auswirkung von äußeren psychischen Belastungen in einer konkreten Situation auf ein Individuum in Abhängigkeit von seinen jeweiligen überdauernden oder augenblicklichen Voraussetzungen und mentalen Konstitution, einschließlich der individuellen Bewältigungsstrategien” (Coping-Strategien). (⇢Belastungs-Beanspruchungs-Modell)

Souverän genutzte Copingstrategien führen zu mehr Resilienz.

Äußere Belastungen können also je nach aktueller physischer wie psychischer (= mentaler) Konstitution zu ganz einer unterschiedlich hohen Beanspruchung führen, die davon abhängt, welche Ressourcen einem Individuum aktuell zur Verfügung stehen.

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